Über uns

(Foto: Christiane Weber, KWG-Wald mit Wildschutzzaun bei Friedersdorf, 12.06.2017)

Wer sind wir?

Die Kirchliche Waldgemeinschaft Mittelbrandenburg ist eine als wirtschaftlicher Verein organisierte Forstbetriebsgemeinschaft mit aktuell drei festen Vollzeitmitarbeitern und übernimmt zentral die Bewirtschaftung des Waldes für überwiegend kirchliche Mitglieder.
Unsere Waldgemeinschaft steht auch nichtkirchlichen Mitgliedern offen, die sich unserem kirchlichen Bewirtschaftungsmodell anschließen möchten, und so zählen aktuell auch kommunale und private Mitglieder zu unserer Gemeinschaft.

Durch Fusion im Jahr 2010 hervorgegangen aus der KWG Fürstenwalde (gegründet 1978 als KWG Eberswalde) und der KWG Merzdorf (gegründet 1960) bewirtschaften wir in der Mitte des Landes Brandenburg aktuell ca. 1.900 ha Wald für über 100 Mitglieder.

Wie arbeiten wir?

Wir sind eine Solidargemeinschaft und führen eine gemeinschaftliche Kasse.

Die Einnahmen kommen durch Ausschüttungen aus erwirtschafteten Überschüssen allen Mitgliedern zugute, unabhängig davon, von welchen Flächen welcher Mitglieder die betreffenden Einnahmen stammen. Belastungen durch anfallende Maßnahmen für den Wald einzelner Mitglieder werden dementsprechend von allen Mitgliedern getragen.

Wir betreiben nachhaltige Forstwirtschaft und sind FSC®- und PEFC-zertifiziert.

Das bedingt, dass ausschließlich wir für das in den Wäldern unserer Mitglieder anfallende Holz sowie für Waldarbeiten, Beauftragung von Unternehmen usw. zuständig sind.
Sämtliches anfallende Holz (auch Brennholz) wird ausschließlich durch uns vermarktet.

Welche Vorteile bietet unsere Bewirtschaftung?

Waldbewirtschaftung im kirchlichen Sinn

Die Kirchlichen Waldgemeinschaften im Bereich der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) sind seit der Wende selbständige Vereine. Wir arbeiten jedoch natürlich nach wie vor eng mit der Landeskirche zusammen, dies ist in unserem Fall auch in der Satzung festgeschrieben.

Wir beschäftigen seit jeher eigene Revierförsterinnen und Revierförster und können so die kirchliche Vorgabe der Bewahrung von Gottes Schöpfung durch unsere nachhaltige Bewirtschaftung eigenverantwortlich und unabhängig umsetzen.

Moderater Mitgliedsbeitrag, Ausschüttung für alle eingebrachten Waldflächen

Unser jährlicher Mitgliedsbeitrag beträgt aktuell 14,- EUR pro Hektar in Verbindung mit einem erforderlichen Waldpflegevertrag für zusätzlich jährlich 1,- EUR pro Hektar.
(Diese Aufteilung ist Voraussetzung für die Beantragung bestimmter Fördermittel.)

Unsere Ausschüttungen liegen in der Regel deutlich über diesen Kosten, sind jedoch natürlich abhängig von der wirtschaftlichen Lage.

Weitgehende Entlastung der Eigentümer

Natürlich bleiben unsere Mitglieder Eigentümer ihres Waldes, sie werden jedoch von uns, soweit es geht, bei der Verantwortlichkeit entlastet.
Wir sind der Ansprechpartner für den Mitgliedswald, wir sind für alles im Mitgliedswald zuständig, wir übernehmen auch den Beitrag zur Berufsgenossenschaft für unsere Mitglieder.

Starkes Solidarprinzip

Auch wenn wir unter den Forstbetriebsgemeinschaften damit eher eine Ausnahme sind, stellen wir uns mit unserem Solidarprinzip abseits der weit verbreiteten Einzelabrechnung auf.

Wir können den Wald unserer Mitglieder als Gesamtheit betrachten, auch wenn er teilweise kleinteilig ist und weit verstreut liegt.
Viele Flächen in unserer Bewirtschaftung sind vergleichsweise klein. Mehr als 10% unserer Mitglieder verfügen aktuell jeweils über weniger als 1 Hektar Wald, unser „kleinstes“ Mitglied verfügt aktuell über 0,1755 ha Wald, das ist ungefähr ein Viertel von einem Standard-Fußballfeld (ca. 0,7 ha).
Viele Flächen in unserer Bewirtschaftung sind abseitig gelegen oder anderweitig schwierig zu bewirtschaften.
Es handelt sich jedoch nichtsdestotrotz um Wald, unsere Solidargemeinschaft hält auch hinderliche Umstände in vertretbarem Rahmen aus, und bei uns wird keine Fläche vergessen.

Wir können sinnvolle Maßnahmen unabhängig davon planen, ob bestimmte Eigentümer gerade „Einnahmen brauchen“.

Durch unsere Ausschüttungen können alle Mitglieder in der Regel jährlich Einnahmen verbuchen, unabhängig davon, ob die Gemeinschaft mit dem jeweiligen Wald im Vorjahr Einnahmen erzielt hat oder nicht.

Bei uns kommen keine ungeplanten Kosten wie z.B. Schädlingsbekämpfung oder Verkehrssicherung auf einzelne Mitglieder zu, sämtliche Kosten für Maßnahmen im Wald werden von der Solidargemeinschaft getragen.

(Karte: KWG-Waldflächen Stand 18.02.2020)

Sie möchten Mitglied werden?

Wenn Sie Waldeigentümer in unserem aktuellen Bewirtschaftungsgebiet oder in der Nähe sind (siehe Karte), dann sprechen Sie uns gern an.

Wenn Sie Waldeigentümer im Einzugsgebiet des westlichen Berliner Autobahnrings zwischen Oranienburg und Michendorf sind, dann prüfen wir gern, ob wir Ihnen unsere Bewirtschaftung anbieten können.

Wenn Sie Waldeigentümer im Südosten oder Nordosten des Landes Brandenburg abseits unseres Bewirtschaftungsgebiets sind und sich für kirchliche Waldbewirtschaftung interessieren, dann vermitteln wir Ihnen gern den Kontakt zur nächstgelegenen Kirchlichen Waldgemeinschaft.

Hier finden Sie die Unterlagen für die Mitgliedschaft in unserer KWG:

→ Leitbild der Waldbewirtschaftung der KWG Mittelbrandenburg

→ Mitgliedsantrag
→ Muster für den erforderlichen Waldpflegevertrag zur Information (Bitte nicht unterschreiben!)
→ Unsere Satzung

Über die Aufnahme in unsere KWG entscheidet satzungsgemäß unser Vorstand.